3. Eisenbahnbetrieb

Der Eisenbahnbetrieb

Nutzung der Gebäude 1939-1945

In diesem Bereich befand sich der Bahnhof des Arsenals,

das für den Munitions- und Materialtransport, aber auch zur Personenbeförderung, durch ein Anschlussgleis über den Bahnhof Fahrenkrug mit dem Eisenbahnnetz der Reichsbahn verbunden wurde. Daher erhielt auch das Arsenal den Namen „Fahrenkrug“.

Für die Transporte innerhalb des Arsenals nutzte man ergänzend ein weit verzweigtes,

52 km langes Feldbahnnetz, das sämtliche Werkstätten, Fertigungsanlagen, Lagerhäuser

und Bunker untereinander und mit dem Arsenalsbahnhof verband.

An rollendem Material standen dem Arsenal zwei eigene Normalspur-Rangierlokomotiven

und einige Güterwagen sowie 15 Feldbahnloks und 297 Schwerlast-Loren zur Verfügung.

Außerdem besaß man vier Personenwaggons, mit denen bei Beginn und Ende der

Dienstzeit ein regelmäßiger Personenverkehr zwischen Wahlstedt und Bad Segeberg

durchgeführt wurde.

1945 - 1947 Entmilitarisierung und Arsenalsauflösung

Die Laderampen sowie die Bahnhofswache und der Personenbahnsteig am Badehaus

wurden abgerissen, das gesamte Schmalspurnetz und ein Großteil der

Normalspurweichen abgebaut, die Lokomotiven und Loren abgegeben.

Nutzung ab 1947 Mieter und Eigentümer in Folge

1952/53 wurde das Normalspurnetz in veränderter Form wieder aufgebaut und über die Gelände der Firmen Glaswerke und Pelz bis zu Arko verlängert.

Das rechts hinter der Tafel gelegene Grundstück mit den beiden, langen ehemaligen Loren- bzw Lokschuppen für die Feldbahn erwarb 1958 die Fuhrunternehmen Willy Knöfler, Transport- und Lagerhausgesellschaft.

Mit Aufgabe der Spedition wurde deren Fuhrpark am 01.09.2001 verkauft und das Grundstück der Lagerhausgesellschaft schließlich am 04.12.2013 an die Firma Kleinwächter GmbH & Co, Spedition und Silotransporte aus Bromskirchen veräußert. Nach Umbau wurde das Grundstück dann später von der Firma Holcim, Zementwerk, Lägerdorf, erworben.

Das linke Nachbargrundstück mit dem ehemaligen Stellwerk und dem Lokschuppen für eine der beiden Rangierloks erwarb der Schmied Köhnke. Die Schmiede ging später in den Besitz der Pomian GmbH - Metallbau, Wahlstedt, über und wird heute von einem Schrotthändler genutzt.

Aktuell 2025

- Firma Holcim, Zementwerk, Lägerdorf

- Schrotthändler