10. Sicherheitsanlagen
Die Sicherungsanlagen
Nutzung der Anlagen von 1939 - 1945
Das Marineartilleriearsenal war mit einem 2 Meter hohen und 20 km langen Zaun
gesichert. 13 Tore führten in die Anlage, 5 Tore hatten massive Wachgebäude,
2 Tore waren Eisenbahntore.
Tore und Sicherheitsanlagen wurden ursprünglich von der sogenannten
„Blauen Wache“ kontrolliert, später übernahmen die Soldaten der Stabskompanie
die Kontrolle. Der Wache oblag in der Hauptsache die Torkontrolle, Personen und
Fahrzeuge. Bei Tor 2 war die Wache für den Rundum— und Innenstreifendienst
und die Bewachung von Munitionswagen in den Weichen nach Fahrenkrug zuständig.
Zu einem Wachdienst für die 5 Tore und Lagerwache gehörten 33 Soldaten:
1 Offizier vom Kompaniedienst, 1 wachhabender Offizier, 1 Vertreter, 18 Posten, 1 Läufer,
6 Fahrradstreifen, 5 Lagerwachen. Dazu kamen 8 ausgebildete Wachhunde.
1945 - 1947 Entmilitarisierung und Arsenalsauflösung
Nach Kriegsende wurde von der englischen Besatzungsmacht eine deutsche Wache
für das Arsenalgelände eingeteilt. Die Wache führte im Einvernehmen mit der englischen
Wache die Torkontrollen von Tor 1 durch. Alle anderen Tore wurden verplombt.
Zum Abschluss der Entmilitarisierung wurde die Umzäunung des Arsenals abgebaut.
Nutzung ab 1947 Mieter und Eigentümer in Folge
Das ehemalige Hauptwachgebäude im Gildeweg wurde in ein Wohnhaus umgebaut,
befindet sich im Firmenbesitz und ist vermietet.
Das außerdem noch bestehende Gebäude am arko-Wald wurde viele Jahre als
Wohnhaus des Försters genutzt, befindet sich ebenfalls im Firmenbesitz und dient nach
erfolgter Renovierung nun als Büro.
Darüber hinaus ist - bis auf eventuell noch verbliebene einzelne Zaunpfähle - von
den Sicherheitsanlagen nichts mehr vorhanden.
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