7. Werkstätten

Die Werkstätten

Nutzung der Gebäude 1939 - 1945

In diesem Bereich befanden sich die Werkstätten des Arsenals.

Sie waren nach den modernsten Grundsätzen errichtet und mit dem neuesten

Maschinenpark ausgerüstet. Es gab: die Schlosserei, die Tischlerei, die Elektrowerkstatt

für Kraftstrom, die Elektrowerkstatt für Schwachstrom, die Feinmechanikerwerkstatt und

die Sattlerei, in der Gurtbänder hergestellt wurden.

Zum Aufgabenbereich der Klempnerei gehörte neben der Instandhaltung der gesamten

Inneninstallation für Gas, Kalt-und Warmwasser des Arsenals, der Siedlung und der

Barackenlager vor allem die Wiederherstellung von Metallpackgefäßen für Munition.

In der Druckerei wurde der gesamte Bedarf aller Marineartilleriearsenale an Inhaltszetteln

für die Munitionspackgefäße gedruckt. Die Druckerei war dafür mit zwei

Schnelldruckpressen ausgerüstet.

1945 - 1947 Entmilitarisierung und Arsenalsauflösung

Nutzung ab 1947 Mieter und Eigentümer in Folge

Die 1949 gegründete Textilmaschinenbau Wahlstedt, Holstein (TMW) produzierte

in den Gebäuden der ehemaligen Klempnerei und Schlosserei Rundstrickmaschinen.

1959 übernahm die Firma Terrot aus Stuttgart Bad Cannstatt die nun umfirmierte

Firma als Tochterunternehmen. 1961 wurden dann neue Sozialräume und 1963 neue

Montagehallen gebaut. 1973/74 wurde das Terrot Werk in Wahlstedt schließlich durch die

Erstellung eines hohen Bürogebäudes und einer großen Lagerhalle umfangreich

ausgebaut - um dann aber anschließend 1976 geschlossen zu werden.

Der Gebäudekomplex wurde von der Firma Simpex-Objekt übernommen, die Möbel für

Medizin und Praxis herstellt.

Die ehemalige Tischlerei nutzte die 1947 gegründete „Benno Klomp Bau GmbH“ , die dort

Bau- und Innenausbauarbeiten ausführte. 1971 übernahm die Lüder Bauring AG den

Betrieb, Nachfolger war die Fa. Tischlerei und Holztreppenbau Jürgen Berndt.

Aktuell steht das Gebäude leer.

Das von der Druckerei und dem Verbrauchsstofflager genutzte Gebäude hatte wohl die

meisten Besitzer, Mieter und Untermieter, die hier nur auszugsweise genannt werden..:

Von 1947 - 1954 gehörte es zu den Umschulungswerkstätten des Landesarbeitsamtes,

danach diente es u.a. als Parco-Verwaltungsgebäude (1962-1974), als Auslieferungslager

der Oldenburger Fleischwaren (1975-1982), der Ev. Kirche als „Kleiderkeller“ (1987-97),

als AOK-Lager 1985-96) und seit 2012 als Sound-Bunker.

 

Aktuell 2025

- Simpex-Objekt, Möbel für die Medizin und Praxis, Dr.-Hermann-Lindrath-Str. 22, Wahlstedt

- Leerstand, Dr.-Hermann-Lindrath-Str. 24, Wahlstedt

- Sound-Bunker, Dr.-Hermann-Lindrath-Str. 26, Wahlstedt