11. Lagerbetrieb
Der Lagerbetrieb
Nutzung der Anlagen von 1939 - 1945
Der Lagerbetrieb des Arsenals teilte sich auf in
- den Allgemeinen Lagerbetrieb für den internen Gebrauch:
Hierzu gehörten: das Seidentuchlager, das Verbrauchsstofflager, das Sonderverbrauchsstofflager, der Öl- und Farbenkeller, das Altgutlager sowie die Altpapierannahme
- und den Munitionslagerbetrieb, der sich wiederum unterteilte in
- das Bunkergelände (siehe Tafel 9 „Munitionslagerbetrieb im Segeberger Forst“)
- das Umschlagslager für den Munitionsan- und abtransport
Hierzu gehörten insbesondere die Munitions-Auffangräume, das Lager für ungereinigte
Hülsen, das große und das kleine Hülsenlagerhaus sowie das Holz- und
Metallpackgefäßlager
-sowie das Zwischenlager für das ein- und ausgehende Material zur
Munitionsfertigung, zu dem insbesondere die (nicht vollständig fertiggestellten)
Lagerhäuser 1-20 gehörten. Von ihnen besaßen alle einen Feldbahnanschluss und (bis
auf zwei) auf der Gegenseite den Normalspuranschluss.
1945 - 1947 Entmilitarisierung und Arsenalsauflösung
Nutzung ab 1947 (auszugsweise)
Das Lagerhaus 1 nutzt der Bauhof der Stadt Wahlstedt.
Die Lagerhäuser 2 u. 3 gehören der Firma. Pelz.
Das an der Kronsheider Str. gelegene Lagerhaus 4 diente jahrzehntelang als
Mittagstisch-Lokal „Stadtküche“ mit angeschlossener Bierkneipe und wird offenbar
gerade wieder für eine Neunutzung hergerichtet.
Das auf der anderen Straßenseite neben der Feuerwehr gelegene Lagerhaus 5 diente der
Bundesbahn bis Juni 1970 als Güterschuppen - er war praktisch Wahlstedt`s
Güterbahnhof. Nach gewerblicher Nutzung (Regina Filterpapier) und Deutsches Rotes Kreuz nutzt nun unsereFeuerwehr die Halle als Lagerraum.
Die Lagerhäuser 6 und 7 gehörten von 1954-78 der Kleinwanzlebener Saatzucht GmbH,
anschließend bis 2002 dem Malereibetrieb Günter Glage, der diese dann an den
jetzigen Eigentümer, die ERC, Emissions-Reduzierungs-Conzepte GmbH, verkaufte
die die daneben liegenden Lagerhäuser 8 und 9 erwarben (diese gehörten vorher der
Hauptgenossenschaft und anschließend arko) und die vier Gebäude miteinander verbanden.
Das Letzte an der verbliebenen Anschlussbahn stehende Lagerhaus 10 gehörte anfangs
der arko GmbH und ist nunmehr seit 1968 im Firmensitz des Asphalt-Labors.
Die Lagerhäuser 11 und 12 (das sind die beiden ohne Normalbahnanschluss) waren
ursprünglich im Besitz von Firma Pelz, bzw. der Spar- und Darlehenskasse und wurden 1960
von den Okal-Werken übernommen, die diese in ihre große Fertigungshalle integrierten.
Nach der Aufgabe der Fertighausproduktion und anfänglich gewerblicher Nutzung werden
die Immobilien seit Jahren von den Segeberger Wohn- und Werkstätten des
Landesvereins für Innere Mission genutzt.
Die Lagerhäuser 13 und.14 hatten nur ein Fundament, auf dem später Privathäuser
entstanden; die Lagerhäuser 15 - 17 sind nie aus dem Rohbaustadium herausgekommen
und wurden abgerissen.
Die Lagerhäuser 18 - 20 kaufte am 01.08.1947 die Fa. Köhler & Peters. Sie waren Teil
des zwischenzeitlich abgerissenen Betonwerkes, das sich neben der Feuerwache des Arsenals befand.
Aktuell 2025
- Bauhof der Stadt Wahlstedt (1)
- W. Pelz GmbH & Co. KG, Willy-Pelz-Straße 8-9 (2 u. 3)
- noch nicht bekannt (4)
- Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wahlstedt
- ERC Additiv GmbH, Dr.-Hermann-Lindrath-Str. 3, Wahlstedt,
- asphalt-Labor Arno J. Hinrichsen GmbH & Co. KG, Dr.-Hermann-Lindrath-Str. 1, Wahlstedt
- Segeberger Wohn- und Werkstätten, Werkstatt für behinderte Menschen, Industriestr. 11b, Wahlstedt