2. Feuerwache
Die Feuerwache
Nutzung des Gebäudes 1939 - 1945
Ein gut ausgebildeter und ausreichender Brandschutz war von großer Bedeutung
im Arsenalgelände. Dazu diente eine Werksfeuerwehr, bestehend aus zwei Zügen,
die abwechselnd 24 Stunden Dienst taten.
Bei dem Gebäude handelte es sich um eine modern eingerichtete Feuerwache mit
Schlauchwäscherei und einem Schlauchtrockenturm, der gleichzeitig
Brandbeobachtungsturm war.
Als Wasserentnahmestellen dienten 83 Hydranten innerhalb des Arsenals und 13
außerhalb der Anlage, ferner 15 Rohrbrunnen. Die Anlegung besonderer Feuerlöschteiche
war vorbereitet, aber bis zum Kriegsende nicht zum Abschluss gekommen. Von
16 Feuermeldern im Gelände konnte die Feuerwehr alarmiert werden.
Die Ausrüstung der Feuerwehr geht aus folgendem Gerätebestand hervor:
2 Mannschaftswagen mit Motorspritzen je 800 Liter/Min., 2 Schienenfahrzeuge mit
Motorspritzen je 800 Liter/Min., 1 Anhänger mit Motorspritze 400 Liter/Min. ,
6000m Hanfschläuche in den Hydrantenkästen im Gelände, 2325m C-Schläuche,
930m B-Schläuche, 731 Handfeuerlöscher, 70 Waldbrandlöscher, 6 Kometrohre für
Schaumlöscher, 2 Motorsägen, 14 Heeresatmer, 2 Wiederbelebungsapparate.
Eine ausfahrbare Magirus-Leiter (23m) gehörte ebenfalls zur Ausrüstung der Wehr.
1945 - 1947 Entmilitarisierung und Arsenalsauflösung
Nutzung ab 1947 Mieter und Eigentümer in Folge
Im Herbst 1948 übernahm der Unternehmer E. Kuhberg der Firma Brillen-Optik-Norden
(BON) freigegebene Teile des Gebäudes und fertigte auf zunächst 16 Schleifsätzen
Brillengläser an. Nach einer zusätzlichen Ausweitung im Jahre 1952 konnte die Zahl der
Schleifsätze auf 140 erweitert werden. Nachfolger war die Firmengruppe Golin-
Iwanschitz, die nach Auflösung von BON die Räume übernahm und einen Konferenzsaal
auf den ehemaligen Schlauchturm setzte.
Danach wechselten die Mieter: die Firma Grundfos, die VHS Wahlstedt, die Romania-
Immobilien Hausverwaltung, die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein und eine
Ergotherapie mieteten zeitweise unterschiedliche Räume an.
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