Nähmaschine



Nähmaschinen gab es in den meisten Haushalten. Es gab immer etwas zu reparieren. Nähen, stopfen, schneidern, alles war billiger als neu kaufen. Also wurde so viel wie möglich selbst gemacht, insbesondere für die Kleidung. Stricken, häkeln und vieles mehr waren selbstverständliche Tätigkeiten im Haushalt.

Das Museum besitzt verschiedene Nähmaschinen aus Wahlstedter Haushalten, die Maschine hier im Bild ist besonders gut erhalten, obwohl sie laufend benutzt worden ist.

Unsere Nähmaschinen besitzen auffällig oft nur einen Handantrieb, keinen Fußantrieb. Der Fußantrieb war damals teurer und in vielen Haushalten war das Geld dafür zu knapp. Die kleinen Bauernhöfe hier auf dem schlechten Sandboden warfen nicht viel Geld ab, und damit hatten auch Handwerker und Geschäfte keine großen Einnahmen.
Und für die tägliche Arbeitskleidung reichte es, wenn die Naht auf einer einfachen Maschine erstellt wurde, eine Hand an der Kurbel und die linke Hand führte den Stoff, und wenn dabei die Naht nicht ganz exakt wurde, war es beim Melken, Misten und Ernten eigentlich egal.

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