Lebensmittelkarte

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Lebensmittelkarten werden ausgegeben, um knappe Vorräte gleichmäßig in der Bevölkerung verteilen zu können. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Karten am 28.August 1939 ausgegeben (Quelle: wikipedia). In der Bundesrepublik gab es Lebensmittelkarten bis 1950, in der DDR noch lange darüber hinaus. Außer für Lebensmittel gab es Bezugsscheine für Kleidung, Benzin und viele andere Dinge.

Die vorliegende Karte ist für einen Jugendlichen, Erwachsene und Schwerarbeiter (z.B. Bergbau) erhielten geringfügig mehr Nahrungsmittel. Es war in jedem Falle viel zu wenig.
Die abgebildete Karte hatte für zwei Monate zu reichen. Dafür sind die aufgedruckten Mengen sehr gering. Manche Abschnitte tragen keine Mengenangabe, diese Abschnitte wurden irgendwann, wenn es etwas gab, "aufgerufen". Was das dann war, hing davon ab, was der Staat gerade hatte. Beim Einkauf schnitt der Kaufmann die Marken ab. Abends klebte der Kaufmann die vielen Schnipsel des Tages auf große Bögen, denn nur, wenn er die abgeschnittenen Marken vorweisen konnte, durfte er neue Ware erhalten.

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