Kaffee - Kaffeemühle - Kaffeeröste

Gemahlener, vakuumverpackter Kaffee ist eine Erfindung der verwöhnten Neuzeit. Kaffee wurde per Hand bei Bedarf gemahlen. Da die Kaffeebohnen recht hart sind, geht die Mühle sehr schwer. Die Mühle wurde daher zwischen den Knien festgeklemmt, anders war sie nicht zu halten.

Kaffee kann man selbst rösten, es geht auch auf dem Herd in einer stabilen Pfanne, der Kaffee muss dabei ununterbrochen gerührt werden, er brennt sofort an. Viele Haushalte hatten aber eine besondere, gusseiserne Kaffeeröste, die die Arbeit erleichterte.

Bohnenkaffe gab es nicht immer, sondern "Muckefuck" oder "Blümchenkaffee". Wenn man es hatte, wurde dieser Kaffee aus Getreide geröstet, er schmeckt kaffeeähnlich, ist natürlich ohne Koffein. Wenn man arm war, in Wahlstedt früher häufig, dann konnte man auch Morrübenschnitzel, Kastanien, Eicheln oder Zichorienwurzeln rösten (Quelle: Chronik von 1958). Den fabrikmäßig hergestellten Kaffee brauchte man dann nicht zu kaufen. Nebenbei konnte man mit Kaffeesatz das Fett in der Pfanne für Bratkartoffeln ersetzen (Bericht eines alten Wahlstedter Kaufmanns).

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