Grammophon


Das Grammophon mit seinen Schellackplatten übt eine besondere Anziehungskraft aus. Es funktioniert komplett ohne Elektrizität und Elektronik. Dafür ist die Klangqualität aus heutiger Sicht recht eingeschränkt.

Auch die Aufnahme war ursprünglich rein mechanisch, Orchester und Sänger saßen vor riesigen Schalltrichtern, der Sänger brüllte direkt hinein, am Ende des Trichters war eine Membran, von dort wurde die Schallrille direkt mit einem Stichel in die Platte geritzt. Zum Verkauf konnten Kopien von der Matrize gepresst werden. Zur Wiedergabe tastete eine Stahlnadel die Platte ab und übertrug ihre Bewegund direkt auf eine Membran. Wozu also Elektronik ?

Wir haben zwei Musikstücke unter Downloads für Sie als Hörprobe bereitgestellt. Das Urheberrecht verlangt dabei, dass der Komponist mindestens seit 70 Jahren verstorben ist, Rechte an jüngeren Stücken können wir natürlich nicht bezahlen.

Bei CDs benötigt man ein sehr gutes Mikroskop, um die Spuren zu erkennen, Bilder gibt es im Internet. Bei der Schallplatte genügt eine Lupe, wir haben mal versucht, das zu fotographieren.

Mit dem Programm Nero WaveEditor kann man die Unterschiede zwischen Schellackplatte und CD zeigen.

Oben sieht man die digitalisierte Aufnahme von einer Schellackplatte per Mikrophon und Laptop. Die Lautstärke hat immer den gleichen Pegel, obwohl wir bei der Aufnahme nur zu ein Drittel ausgesteuert hatten. Die untere Spur stammt von einer CD, die Lautstärke nimmt beliebig jeden Zwischenwert an.

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Übrigens, bevor Fragen kommen: Schellack wird auch nach der neuen Rechtschreibung nur mit 2 L geschrieben.

 

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