Drucken: Setzkasten und Letterphot

Der Drucker musste aus dem Setzkasten jeden Buchstaben einzeln herausnehmen und richtig herum zu einem Text zusammensetzen. Sicher, für Massentexte, Bücher, Zeitungen, gab es Setzmaschinen mit einer Schreibmaschinentastatur, aber Einzeltexte, Unterschriften, Anzeigen, Flyer (das Wort gab es damals noch nicht), Plakate, all das wurde Buchstabe für Buchstabe gesetzt. Wenn die Schrifttype oder die Schriftgröße gewechselt wurde, dann musste ein anderer Setzkasten benutzt werden. Druckereien hatten Schränke voll mit den kiloschweren Setzkästen. Heute geht das mit einem Mausklick!

Im Museum können wir Ihnen in unseren Unterlegen mehr dazu zeigen.

Die Belegung der Setzkastenfächer kann man z.B. bei wikipedia nachlesen.

Setzkästen sind groß, schwer und unhandlich. Als Alternative gab es die Letterphotscheibe, die Buchstaben konnten in einer Photomaschine zusammengesetzt werden. die zugehörige Maschine war so groß wie ein kleiner Kleiderschrank, nur die Kamera für die Buchstaben. Auch hier galt, eine Scheibe stellt nur eine Type dar. Wechsel der Schriftart bedeutet Wechsel der Scheibe, aber immerhin war die Scheibe kleiner und leichter als der Setzkasten mit Lettern aus Blei.

Mit einem Mausklick wechselt man heute im Computer vom Textprogramm zur Calculation und zu den vielen anderen Anwendungen. Vor dem Computer hatte man für alle Anwendungen getrennte Hilfsmittel, zum Rechnen gab es z.B. den Rechenschieber und die Logarithmentafel, und wieder ging alles nur per Hand.

Zurück

| Heimat- und Handwerksmuseum Wahlstedt | Waldstraße 1 | 23812 Wahlstedt |